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My Australia Blog
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Es gibt keinen Mut ohne Angst.
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Jetzt ist die Zeit, Dein ideales Leben zu führen. Cousineau
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Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen. Victor Hugo
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Eindrücke gelingen eindrucksvoller, wenn man nicht in fremde Fußstapfen tritt.
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Zu Hause ist, wo mein Herz ist.
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Das Bewegliche überwindet das Harte. Das Gelassene überwindet das Aufgeregte. Tao Te King
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Natur ist glücklich... Rilke
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Leben bedeutet unterwegs zu sein, nicht möglichst schnell anzukommen.
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Es gibt keinen Mut ohne Angst.
Eine Reise beginnt immer zuerst im Kopf. Man macht sich frei, man atmet tief durch und springt in die Ungewissheit! Die Entscheidung, auf eine längere Reise zu gehen, ist gar nicht schwer! Es ist auch nur eine lange Liste von Dingen, die man erledigen muss, bis man endlich in den Flieger steigt. Die wahre Herausforderung liegt im Loslassen! Die Unsicherheit, wie es vor Ort am Ende sein wird, kann Dir niemand nehmen, aber ist das nicht gerade das Spannende am Reisen?! Wir leben in unserer kleinen sicheren Welt: Wir haben unseren Alltag und unsere Gewohnheiten. Reisen bedeutet aber Veränderung. Schnell kommen Zweifel auf: Wie werde ich zurecht kommen? Natürlich ist es nicht schlecht, zu wissen, wo man nach einem anstrengenden Flug die Nacht verbringen kann oder sich über die Besonderheiten des Landes gut zu informieren, aber eines muss man sich einfach klar machen: Kontrolle hat man erstmal keine! Doch auch im Ausland folgt auf jeden Abend ein Morgen. Nicht das WAS ändert sich, nur das WIE. Und ist es nicht schön, sein Leben völlig frei neu entdecken zu können? Neue Menschen kennen lernen, eine neue Sprache sprechen, neue Gewohnheiten entwickeln, neues Essen probieren! Am Ende muss man es eben einfach ausprobieren! Ich wollte nicht länger nur sagen, "ja, Australien würde ich auch gerne mal bereisen!"... Und mal ganz ehrlich: den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht! Ausreden finden sich immer: Studium, Job, Familie, Karriere... Dabei hat man auf einer Reise endlich mal Zeit für sich selbst. Man lernt mit Ängsten umzugehen und erfährt echte Freiheit! Aber Vorsicht: Reisen hat Suchtcharakter! Mich wird mein Fernweh nie wieder loslassen...
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Jetzt ist die Zeit, Dein ideales Leben zu führen.
Man vergisst oft, dass es im Leben keine Generalprobe gibt! Es gibt keinen zweiten Versuch. Man darf die Dinge, die einem wichtig sind, nicht zu lange vor sich her schieben! Oft leben wir unser Leben zu unbedarft. Wir planen weit voraus, nehmen uns Dinge für "später" vor. Das Leben lässt sich aber nicht verschieben! Wer weiß, ob man später dann die Zeit hat? Ich habe mir immerhin den Traum erfüllt habe, ein halbes Jahr in Mexico zu leben und ein halbes Jahr durch Australien und Neuseeland zu reisen! Das was ich erlebt habe, begleitet mich jeden einzelnen Tag. Ich bin froh, unzählige Erinnerungen zu haben, die es mir ermöglichen, dem normalen Alltag immer wieder zu entfliehen. Und auch vom idealen Leben trennt uns oft nur die Angst oder das Pflichtgefühl. Aber mal ganz ehrlich: wir werden später, wenn wir alt sind, nicht den fehlenden Überstunden, den paar tausend Euro weniger auf dem Konto oder den nicht erfüllten Pflichten nachtrauern. Wir werden den vertanen Chancen, den unerfüllten Träumen und der fehlenden Zeit nachtrauern. Eine lange Reise ist ein großer Schritt, doch auch kleine Trippelschritte sind im Leben schon viel wert! Wann habe ich mir das letzte Mal einen kleinen Traum erfüllt? Wann war ich an einem Ort, an dem ich noch nie gewesen bin? Wann habe ich mir Zeit für meine Freunde genommen und es mir so richtig gut gehen lassen?
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Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.
Wenn man endlich aus dem Flieger steigt und die sommerliche Luft Australiens einatmet, heißt es erstmal ankommen. Eine mehrmonatige Reise lässt sich sowieso nicht bis ins letzte Detail planen. Ich habe im Reisebüro in Perth die Kataloge gewälzt, um erstmal so richtig loszuträumen! Wo möchte ich gerne überall hin? In einem Hochglanz-Bildband über Australien habe ich mir alle Orte, die mich fasziniert haben, abgeschrieben. Dann habe ich die Karte von Australien ausgebreitet und grüne Punkte für Naturwunder, braune Punkte für andere Sehenswürdigkeiten und rote Punkte für Nationalparks verteilt. Schließlich habe ich noch eine Nacht darüber geschlafen. Würde ich nicht sehr enttäuscht sein, wenn ich Ayers Rock nicht sehen würde?! Einige Orte lagen einfach völlig allein da und mir fehlte das nötige Kleingeld, um mir die lange Anreise für nur ein oder zwei Sehenswürdigkeiten leisten zu können. Kopfmäßig lautet die Message: Du kannst nicht alles haben. Man muss also emotional entscheiden. Ich liebe den Wald und alles was grün ist. Also habe ich das Red Center und auch das Great Barrier Reef ausgeklammert. Dann habe ich billige Inlandsflüge verglichen und irgendwann hatte ich mich dann entschieden: Die Westküste konnte ich mir mit einer Bustour, dem Easy-Rider, sehr günstig anschauen, die Blue Mountains hatten mich nie wieder losgelassen, seit ich einmal eine Dokumentation darüber gesehen hatte und Tasmanien wollte ich auch unbedingt bereisen. Nachdem die wichtigsten Eckdaten gesetzt waren, träumte ich nun schon etwas konkreter von meiner Australienreise!
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Eindrücke gelingen eindrucksvoller, wenn man nicht in fremde Fußstapfen tritt.
Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Geister scheiden! Ich habe Traveller getroffen, die ganz genau abgearbeitet haben, was als Top 10 Australiens im Reiseführer steht und die sich dann gewundert haben, warum es immer überall so überfüllt war. Und ich habe Traveller getroffen, die Orte angesteuert haben, von denen kein Reiseführer kündet, die mal hier mal da eine Empfehlung aufgeschnappt haben und ganz individuell IHRE Reise gelebt haben. Ich denke, ich war so dazwischen. Ich habe, wenn es nicht anders ging, an Touren teilgenommen und bin als "Lemming" im Strom mitgeschwommen und ich habe mit einer halben Million Menschen Silvester in Sydney gefeiert. Aber ich war auch ganz oft auf meinen eigenen Pfaden unterwegs. In Städten habe ich beispielsweise immer erst den botanischen Garten besucht und erst danach die anderen Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Das half immer sehr, den Schock, aus der Natur in die Zivilisation zurück gekehrt zu sein, zu mindern. Oder ich habe auf Touren einfach mal in anderen Hostels übernachten als die Gruppe und auf diese Weise oft erstaunliche Bekanntschaften gemacht. Die Suche lohnt immer, manchmal wartet schon um die nächste Ecke ein kleiner Juwel, den es zu entdecken gilt! Und auch wenn es vielleicht im erstem Moment die Dinge etwas verkompliziert, nicht mit der Masse zu schwimmen, die Eindrücke, die man gewinnt, sind viel eindrucksvoller, weil man sie ganz alleine gewonnen hat! Gerade bei Touren bekommt man schnell das Gefühl der Massenabfertigung und da möchte man doch die ein oder andere Entdeckung machen, auf die nicht gleich 20 Kameras gerichtet sind. Eigene Wege gehen ist auch mit dem ein oder anderen Umweg verbunden, aber man tritt in echten Kontakt mit Land und Leuten und taucht viel tiefer ein!
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Zu Hause ist, wo mein Herz ist.
Natürlich ist man auch manchmal einsam und gerade Weihnachten in der Fremde zu verbringen, kann ein befremdliches Gefühl sein. Aber auch im Ausland kann man sich zu Hause fühlen! Man fühlt sich langsam mit Land und Leuten verbunden, man hat schon ein kleines Lieblingsrestaurant gefunden oder einen Ort an dem man sich besonders wohl fühlt. Solange man sich nicht vor den neuen Eindrücken verschließt, lebt man sich überall ein! Und wenn man dann wieder zurück ist in good old germany sind es eben diese kleinen Dinge, die einem fehlen. Ist es nicht schön, an vielen Orten zu Hause zu sein, als nur an einem?!
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Das Bewegliche überwindet das Harte. Das Gelassene überwindet das Aufgeregte.
Wenn es Probleme oder Hürden gibt, dann gilt es Geduld zu bewahren und flexibel zu sein! Als ich meine Reise nach Tasmanien geplant haben, hat mir jeder gesagt: Tasmanien kann man nur mit dem Auto bereisen! Man ist sonst zu unflexibel und die öffentlichen Verkehrsmittel sind ein Graus. Ich habe es trotzdem geschafft und es war ein voller Erfolg, manche Dinge haben sich buchstäblich erst auf den allerletzten Drücker ergeben, viele Pläne habe ich mehrfach gekippt, aber am Ende ist es für mich der schönste und eindrucksvollste Teil meiner Reise gewesen. Ich habe selbst an Orten, die ausgebucht schienen, immer ein Dach über dem Kopf gefunden. Und wenn mal ein Mißgeschick passiert, versucht man eben darüber zu lachen! Die Geschichte erzählt man später Freunden und Bekannten hundertmal. Und außerdem ist alles ersetzbar. Ich hatte immer am meisten Sorge, dass meine Kamera gestohlen werden könnte. Das wäre zwar schade gewesen, aber am Ende sind es nur Fotos. Die Reise war viel mehr als die Summe ihrer Fotos! Es ist immer besser, sich erstmal dem Problem alleine zu stellen und vor Ort Hilfe zu suchen, als zu Hause alle verrückt zu machen. Es gibt für alles eine Lösung. Und manchmal muss man einfach nur loslassen und von seinem festgefahrenen Denkschema loskommen, dann ist die Lösung plötzlich völlig klar! Ich habe beispielsweise zwei wundervolle Tage im Jarra Valley bei Melbourne verbracht, weil ich in Melbourne keine Übernachtungsmöglichkeit in einem Hostel gefunden habe. Couchsurfing ist eine Möglichkeit, bei Privatleuten umsonst auf der Couch zu schlafen. Das Netzwerk arbeitet weltweit und war für mich ein wahrer Glücksgriff! Die Familie, bei der ich übernachtet habe, lebte in einer wunderschönen Gegend, die ich sonst nie zu Gesicht bekommen hätte. Ich durfte im Zimmer der Tochter übernachten und abends haben wir alle zusammen gegrillt. Ein Problem wurde also zu einer echten Bereicherung!
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Natur ist glücklich...
Das berühmte Rilke Gedicht ist mir öfter durch den Kopf gegangen, als ich unterwegs war. Natur ist glücklich, doch in uns begegnen sich zu viele Kräfte, die sich wirr bestreiten...Man muss wirklich Geduld haben und sich Zeit lassen, um ins Reisen richtig einzutauchen. Es dauert eine ganze Weile bis der Schleier des hektischen Alltags von einem abfällt und man überhaupt aufnahmefähig wird für all die fremde Schönheit! Es hat gedauert, bis ich die Sicherheit von einer Tour nicht mehr brauchte und alleine meinen Weg fand. Das Selbstvertrauen, auf eigene Faust im Ausland unterwegs zu sein, muss auch erstmal wachsen! In den Blue Mountains hatte ich im "No14", einem unglaublich gemütlichen, familiären Hostel in Katoomba meinen Stützpunkt und habe von dort sternförmig meine Wanderungen gestartet. In Tasmanien war es dann endlich soweit, dass ich voll und ganz im Reisen aufgegangen bin. Ich habe von Tag zu Tag gelebt, völlig frei entschieden und auch wieder umentschieden, was ich wo unternehmen wollte. Ich habe Leute kennen gelernt und mich spontan mit ihnen zusammen getan, um irgendwann wieder getrennter Wege zu gehen. Ich habe Orte entdeckt, die als unzugänglich gelten. Ich wusste nie, wie sich der Tag entwickelt und wo ich abends bleibe und ich habe diese Ungewissheit als Bereicherung empfunden. Ich wollte es gar nicht zu genau planen! Und die Natur, die ich in den sechs Nationalparks in Tasmanien bewandert habe, war wundervoll! Diese kleine Insel ist so abwechslungsreich, man kann kaum glauben, dass es 17 Nationalparks gibt, die alle einen individuellen Charakter haben. Ich bin eins mit der Welt geworden, in der ich unterwegs war. Ich habe echte Freundschaften geschlossen und ich habe Menschen zumindest auf einer so persönlichen Ebene kennen gelernt, dass sie sich mir ins Gedächtnis gebrannt haben. Ich habe so intensiv gelebt, wie kaum sonst in meinem Leben. Ich war für alles offen und alles stand mir offen. Es war ein Maximum an Unbeschwertheit und Freiheit, das ich kaum erklären kann und das einen für immer verändert. Das eingeimpfte Sicherheitsbewusstsein verblasst und der Kontrollwahn löst sich in Luft auf. Man ist einfach nur glücklich. Man erwartet nichts und kann nicht enttäuscht werden. Alles was man erlebt ist eine Bereicherung und die Offenheit, die man ausstrahlt, wird von anderen erwidert.
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Leben bedeutet unterwegs zu sein, nicht möglichst schnell anzukommen.
Und wenn man unterwegs ist, wird man immer wieder feststellen, dass man gerne noch verweilen möchte. Ich habe daher immer versucht, irgendwelche "hop-on" "hop-off" Optionen zu buchen, so dass ich die Reise unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen konnte. Das hat gleich zwei Vorteile: Nicht nur kann man spontan verlängern, wenn einem danach ist, man kann auch der Gruppe entkommen, die dann ohne einen die Reise fortsetzt. Natürlich rückt dafür eine andere Reisegruppe nach, aber es bietet mehr Abwechslung und manchmal eben den einen Tag Ruhe, den man braucht, um wieder aufnahmefähig zu sein. Auf der Reise muss man immer die Augen offen halten. Nicht selten habe ich aus dem Fenster des Reisebusses die schönsten Aussichten gehabt und war von dem Aussichtspunkt, den wir stundenlang angesteuert haben, dann eher mäßig begeistert. Die Reise geht aber vor allem auch weiter, wenn man wieder zu Hause ist. Reiseberichte, Fotos, Mitbringsel! Man muss versuchen, so viel wie möglich auch Freunden und Familie rüberzubringen. Und vor allem muss man versuchen, nicht zu schnell wieder im deutschen Alltag anzukommen ;o)
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